Hernia
inguinalis

Leistenbruch

Auch beim Leistenbruch setzt sich die minimalinvasive Chirurgie durch, wenngleich hier die konventionellen Verfahren wie die Shouldice- oder Lichtenstein-Technik bei einigen Kollegen immer noch einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen als z.B. die offene Operation bei der Galle. Ich mache seit vielen Jahren praktisch ausschließlich laparoskopische Leistenhernie-Operationen (TAPP), da ich von den Vorteilen und Ergebnissen absolut überzeugt bin. siehe Abbildung

 

Bei der laparoskopischen Leistenbruchoperation durch die Bauchhöhle (TAPP) wird die Bruchlücke von innen mit einem Kunststoffnetz verschlossen, das spannungsfrei hinter dem Bauchfell eingebracht wird. Dies macht rein mechanisch gesehen Sinn, denn der Druck auf die Bruchlücke kommt von innen und nicht von außen (Kein Mensch käme auf die Idee, ein Loch in einem Fass von außen zu reparieren). siehe Abbildung

 

Die wesentlichen Vorteile sind geringere Schmerzen und praktisch sofortige körperliche Belastbarkeit, aber auch, wie wir heute wissen, die deutlich besseren Ergebnisse bezüglich Wundheilungsstörung oder Wiederholungsbruch. In der Regel können die Patienten bereits nach 8 -14 Tagen wieder arbeiten und Sport betreiben. Ich empfehle heute allen meinen Patienten, die für eine Vollnarkose infrage kommen und bei denen auch sonst nichts gegen eine Bauchspiegelung spricht, eine laparoskopische Hernie-Operation (sog. TAPP).

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Blick auf die linke Leiste mit einer großen, indirekten Hernie, in die bereits das Colon sigmoideum teilweise eingewachsen ist.